Citroen C3 wird nun auch in Serbien gebaut
Kragujevac kommt als zusätzlicher Produktionsstandort zum slowakischen Trnava hinzu
Citroen produziert den C3 nun auch im serbischen Kragujevac. Dieser Fertigungsstandort ergänzt die Produktion im slowakischen Werk Trnava, und zwar offenbar auch bei der Elektroversion e-C3. In Trnava wurde bisher schon das Schwestermodell Fiat Grande Panda gebaut.
Das Werk in Zentralserbien wurde von 2022 bis 2024 umfassend modernisiert, um dort Fahrzeuge auf der neuen Smart-Car-Plattform des Konzerns bauen zu können – Elektroversionen eingeschlossen. Die rund 1.000 Beschäftigten sollen nun neben dem Grande Panda auch den Citroen C3 herstellen. Der größere C3 Aircross, dessen Markteinführung aktuell anläuft, wird dagegen weiter nur in Trnava gebaut.
Bildergalerie: Citroën e-C3 (2024), Live-Bilder
Seit Bestellstart im Februar 2024 wurde der C3 laut Citroen etwa 130.000 Mal geordert; rund 30 Prozent entfallen auf die Elektroversion e-C3. Die Auslieferung begann erst Ende 2024, so dass im letzten Jahr erst 122 Stück zugelassen wurden. In den ersten drei Monaten 2025 waren es dann aber 605 Stück. Damit war das Modell im ersten Quartal der Elektro-Bestseller der Marke, der e-C4 folgte mit 167 Stück mit weitem Abstand auf Platz zwei.
Die vierte Generation des Citroen C3 ist außer als Benziner und Mildhybrid erstmals auch als Elektroauto verfügbar. Mit 4,02 Meter Länge ist der Wagen etwa so lang wie der Jeep Avenger, mit 1,58 Meter aber rund fünf Zentimeter höher. So hat der einstige Kleinwagen nun deutliche SUV-Züge. Für den Antrieb sorgt bei der Elektroversion ein 83 kW starker Permanentmagnet-Synchronmotor an der Vorderachse. Der Strom aus der 44 kWh großen Batterie reicht für 314-322 km nach WLTP-Norm. Der Akku wird mit Lithium-Eisenphosphat-Zellen (LFP) von Svolt bestückt.
Der neue C3 wurde so konzipiert, dass niedrige Preise möglich sind, schreibt Citroen. Das betrifft alle Aspekte – von der Nutzung der neuen Smart-Car-Plattform über die günstige LFP-Chemie und die Wahl des Produktionsstandorts bis hin zur klaren, funktionalen Designsprache.
Und natürlich ist die Ausstattung eher spartanisch. Die Basisversion You besitzt serienmäßig 16-Zoll-Stahlfelgen, elektrisch einstellbare Außenspiegel, Parkpiepser hinten, elektrische Fensterheber nur vorne, eine Klimaanlage, einen Tempomat, ein zeilenförmiges Instrumentendisplay und statt eines Touchscreens nur eine Smartphone-Halterung. Aufgeladen wird entweder mit einphasigem Wechselstrom oder mit bis zu 100 kW Gleichstrom. Dafür zahlt man 23.300 Euro.
Bild von: Citroen
Citroen e-C3: Ab 23.300 Euro
Fiat Grande Panda Elektro: Ab 24.990 Euro
Das Schwestermodell Fiat Grande Panda Elektro auf gleicher Plattform kostet in der Basis 24.990 Euro, ist also rund 1.600 Euro teurer. Dafür hat der Fiat mehr Serienausstattung, vor allem LED-Scheinwerfer, beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber auch hinten, einen Touchscreen, eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne und einen dreiphasigen Bordlader.
Seit Kurzem ist auch eine Nutzfahrzeugversion namens Citroen e-C3 Van verfügbar. Hier befindet sich hinter den Vordersitzen im unteren Bereich eine fest eingebaute Trennwand und darüber ein Trenngitter, womit das Auto zum Zweisitzer wird. Diese Version kostet 22.800 Euro netto.
Unter dem Strich
Bisher wurde der Citroen C3 in der Slowakei gebaut, der Fiat Grande Panda in Serbien. Künftig soll das Werk in Serbien zusätzlich auch den C3 bauen. Ist der C3 attraktiver als gedacht, und der Grande Panda weniger begehrt? Vermutlich liegt es eher am verzögerten Bestellstart beim Grande Panda, den man wegen Softwareproblemen erst seit Januar 2025 ordern kann.
Quelle: Citroen
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